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Rundlingsverein
Verein zur Förderung des
Wendlandhofes Lübeln
und der Rundlinge e.V.

 

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Jubiläumstagung 6. September 2019 in der Marktscheune in Lübeln

 

Drei Vereine - 50 Jahre für das Wendland

 

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6. September 2019, Lübeln

Jubiläumstagung von drei Vereinen, die 1969 gegründet wurden.

Drei Vereine feierten gemeinsam ihr 50jähriges Bestehen:

     der Rundlingsverein - Verein zur Förderung des Wendlandhofes Lübeln und der Rundlinge e.V.

     der DALAH (Dannenberger Arbeitskreis für Landeskunde und Heimatpflege e.V.)

     der HALD (Heimatkundlicher Arbeitskreis Lüchow-Dannenberg e.V.)

Bericht von Ilka Burkhardt-Liebig:

Das gemeinsame Thema der Jubiläumsfeier am 06.09.2019 in der prall gefüllten Marktscheune des Kartoffelhotels Lübeln stand unter dem Motto: heim[at]wendland.

Nach der Begrüßung der drei Vorsitzenden Ilka Burkhardt-Liebig, Wolfgang Jürries und Rolf Schulze überbrachten Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur, Monika Scherf, Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung und Maria Stellmann, Landkreis Lüchow-Dannenberg Grußworte. Allen drei Grußworten gemeinsam waren die wertschätzenden Worte und Gratulation für die geleistete Arbeit der vergangenen 50 Jahre – aber auch die positive Rückmeldung, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für den Erhalt der Rundlinge und eine Anerkennung der Siedlungslandschaft der Rundlinge als UNESCO-Weltkulturerbe einsetzen werden. Besonders die klare Aussage des Ministers wurde mit großem Beifall im Saal aufgenommen.

 

Prof. Dr. Dr. Michael Schmidt griff diese Aussagen in seinem Vortrag über die Bedeutung der Heimatvereine für den Erhalt des kulturellen Erbes auf. Im Rahmen der Welterbeinitiative betonte er die besondere Rolle der Heimatvereine als Motor partizipativer Prozesse. Im Spannungsbogen zwischen Wandel und Bewahren schrieb er dem bürgerlichen Engagement eine große Bedeutung zu. Ein Erhalt lebendiger Dörfer könne ohne starke Mitwirker in den Dörfern, aber auch durch Heimatvereine nicht funktionieren. Wichtig sei neben den lokalen Unterstützern auch der enge Kontakt zum Niedersächsischen Heimatbund (NHB), wenn es gelingen soll, die Rundlinge auf die neue Tentativliste der Bundesrepublik Deutschland setzen zu lassen.

 

Im Anschluss an den Vortrag fasste unsere Vorsitzende 50 Jahre Rundlingsverein im Zeitraffer zusammen. Sie verwies auf die neue Broschüre „50 Jahre Rundlingsverein im Wendland“, in der die Geschichte des Vereins nachzulesen sei, die aber ebenfalls nur eine grobe Übersicht der geleisteten Arbeit aller bisherigen Vorstandsmitglieder sowie aktiver Mitglieder wiedergeben könne. Ihnen allen dankte sie an dieser Stelle. Auch der Vorsitzende des DALAH, Rolf Schulze gab einen Überblick über seinen Verein und die vielfältigen Aktivitäten.

 

Dr. Sybille Plogstedt richtete in ihrem Vortrag „Heimat – was ist das? Ein Querblick einer 68erin im Wendland“ den Blick auf die Zeit um 1969, dem Gründungsjahr der Vereine im Wendland. Sie machte deutlich, dass es nicht um „Heimat Tümelei“ gehe, sondern auch um kritische Aufarbeitung der Vergangenheit.

 

In der Mittagspause wurden anwesende Gründungsmitglieder der drei Vereine zu einem Gruppenfoto zusammengeholt: Dr. Luise Reinhard-Drischler, Carl-Ingwer Johannsen (Rundlingsverein), Norbert Distler und Dr. Ulrich Schröder (Rundlingsverein und HALD) und Wilhelm Meier-Peithmann (HALD). Ihnen wurde als Andenken an die Veranstaltung ein eigens für diesen Anlass von der Töpferin Susanne Josy hergestellter Keramikbecher mit Vierständerhäusern überreicht.

 

Nach dem Mittagessen bei schönstem Wetter im Innenhof des Kartoffelhotels referierte der Vorsitzende des HALD, Wolfgang Jürries, über den Dachverein, der alle heimatkundlich arbeitenden Vereine im Landkreis vertritt und durch seine Publikationen die vielfältigen Facetten dieser Arbeit auf hohem wissenschaftlichem Niveau veröffentlicht. Besonders hervorzuheben war auch die jahrelange Arbeit am Wendland-Lexikon, das mit seinen 2 Bänden zur „Bibel“ für Interessierte geworden ist. Wolfgang Jürries stellte im Anschluss an seine Präsentation den gerade erschienenen Band 19 aus der Reihe des Hannoverschen Wendlandes vor.

 

Unter der Überschrift „Wendländer werden – Wendländer sein“ wurden dann die Kurzfilme „Voll alt“, „Voll korrekt“ und der neue Imagefilm „Wimmelfilm“, gedreht im Rundling Schreyahn, gezeigt. Antonia Traulsen kommentierte ihren Wimmelfilm und die dahinter stehende Idee.

 

„Heimat- Heimaten. August 1969 im Wendland“ lautete der Vortrag von Prof. Dr. Hansjörg Küster, Präsident des Niedersächsischen Heimatbundes. Er nahm die Tagungsteilnehmer mit in seine sehr persönliche Erlebniswelt anlässlich eines Besuches im August 1969 im Wendland, die er damals als Junge in Tagebuchform mit Zeichnungen und Fotos festgehalten hatte. Seine Kernaussage, dass jeder eine Heimat hat, aber auch verschiedene Heimaten zusätzlich haben kann, leitete nahtlos über in die diese Jubiläumstagung abschließenden Statements von Stephan Sempert, Marie-Luise Reinhardt-Drischler, Wilhelm Meier-Peithmann, Susanne Götting-Nilius und Dr. Bahram Shirkhani. Sie stellten ihre ganz persönliche Sicht des Heimatbegriffes vor. Diese Statements stellten den Abschluss der Tagung dar und sollten unkommentiert mit in den Ausklang bei Kaffee und Kuchen und anregenden Gesprächen genommen werden.

 
   
 

 

 
   
 
 

Das Programm als PDF

   

 

 

EJZ 7. Sept. 2019

 

 
 

 

 

 

 


 

 

2. Juli 2019, Lübeln

Die Junior-Guides führten den niedersächsischen Ministerpräsidenten durch das Rundlingsmuseum

Projekt Junior-Guides

Für ein pädagogisches Pilotprojekt entstand eine Kooperation zwischen den beiden Schulen KGS Clenze  und Grundschule Clenze sowie dem Rundlingsverein und dem Rundlingsmuseum.

Dabei geht es um die Ausbildung von Junior-Guides aus der 11. Klasse der KGS Clenze, Grundschulkinder mit kleinen Vorträgen durch das Museum zu führen.

Das Konzept wurde 2018 entwickelt und seitdem erhielten Schüler inhaltliche Kompetenz und die Fähigkeit, ihr Wissen an jüngere Kinder beim Rundgang durch das Museum weiter zu geben.

 

Drei Schüler entschlossen sich, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weiter auszubauen, um auch Erwachsenengruppen durch das Museum zu führen.

Am 2. Juli konnten sie mit ihrem lebhaften Auftreten den niedersächsischen Ministerpräsidenten Weil auf seiner Sommerreise für den Wendlandhof begeistern.

 

 

 


 

 

3. Juni 2019 (Welterbetag)
Lensian - Ein Rundling stellt sich vor
     
Auch am Welterbetag 2019, an dem sich in diesem Jahr der Rundling Lensian vorstellte, war der Rundlingsverein mit einem Stand vertreten und hatte im Vorfeld für jeden  Hof eine Tafel mit der Hofgeschichte erstellt.

Aus der Dorfgemeinschaft hatte sich ein Team um Manuel Niebuhr gebildet und viele Wochen geplant und vorbereitet. Fast alle Bewohner Lensians brachten ihre Möglichkeiten ein und führten das Dorffest mit vollem Engagement zu großem Erfolg. Sie hatten die Unterstützung durch die Samtgemeinde und mit der Einbeziehung von Feuerwehr und THW war für alle Fälle gesorgt.
Die zuständigen Behörden hatten von vornherein die Bedingung, die Ortsdurchfahrt der Landesstraße zu sperren, zugesagt. So konnte Lensian wieder als richtiger Rundling erlebt werden.

Im Zusammenhang mit der Vorbereitung hat der Rundlingsverein auch Material gesammelt für eine Broschüre über die drei benachbarten Rundlinge Schreyahn, Lensian und Ganse.

 
Vorträge und Musik auf der gesperrten Landesstraße
     

Auftritt von „De Wendländer“
 
Der Infostand des Rundlingsvereins an der Bushaltestelle
     
 
Vortrag über Welterbe im historischen Saal des Gasthauses Schwarzer Hahn   Dorfrundgang mit Hausforscher Dirk Wübbenhorst
     
 
Das Programm auf dem Einladungsflyer

 


 

 

     
Rundlingstag 2019

Der Rundlingstag fand ausnahmsweise schon im April, am 27.4.2019, im Markthof in Satemin von 10:00 bis 17:00 Uhr statt.

Im Mittelpunkt stand das abgeschlossene Projekt der Altersbestimmung der Kirchen und Kapellen im Wendland.

Ausführlicher Bericht

                                 
  Die Ergebnisse der dendrochronologischen Untersuchungen werden mit einem ausführlichen Bericht von Dr. Dirk Wübbenhorst in "Hannoversches Wendland Band 19" veröffentlicht. (September 2019)

 

 

 


 

 

     
März 2019
Forschungsprojekt archäologische Grabung
von Rundlingswüstungen im Wendland

Etwa 70 Orte, die vor Jahrhunderten im Wendland, aufgegeben wurden und wüst fielen, sind dem Namen nach bekannt, aber die genaue Lage dieser Wüstungen ist nur schwer festzustellen. Der Rundlingsverein hat sich vorgenommen, eines dieser Dörfer zu finden und durch eine archäologische Grabung die mittelalterliche Siedlungsstruktur der Rundlinge zu erkunden.

Es wurde ein Archäologen- und Historikerteam von der Universität Leipzig gefunden, bestehend aus Dr. Jens Schneeweiss, Prof. Dr. Matthias Hardt und Anna Bartow. Sie besuchten im März 2019 ein Wochenende lang das Wendland, um in einer ersten Voruntersuchung sechs in die engere Auswahl genommene Areale mit wissenschaftlichem Blick zu beurteilen und mittels Drohne Luftaufnahmen zu erstellen.
Projektbeschreibung

 

 

     

 


 

 

 

 

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